Was ist Gamification Marketing?

Gamification hat sich als zuverlässiges Marketinginstrument erwiesen, indem es den gegebenen Spieltrieb der Menschen direkt anspricht. Die Gamifizierung von Produkten und Dienstleistungen sorgt für ein positives und personalisiertes Erlebnis und erhöht gleichzeitig das Markenbewusstsein und stärkt die Kundentreue.

Spiele können also grosse Auswirkungen in der realen Welt haben; insbesondere in der Geschäftswelt.

Der Unterschied zwischen Gaming und Gamification besteht übrigens darin, dass Spiele in sich geschlossen sind und der Unterhaltung dienen, während Gamification bestimmte Verhaltensweisen oder Handlungen mit intrinsischer Motivation und entsprechenden Belohnungen fördert.

In diesem Beitrag:

  • Sprechen wir über die Definition von Gamification im Marketing
  • Werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Marketingstrategien
  • Analysieren wir, warum Gamification Marketing so effektiv ist
  • Sprechen wir über die 4 grundlegenden Elemente, die zur Entwicklung eines Spiels benötigt werden
  • Diskutieren wir die Vorteile von Gamification im Marketing und wie man sie effektiv einsetzt
  • Bereiten dich auf deine nächsten Schritte vor

Was bedeutet Gamification im Marketing?

Gamification im Marketing wird als die Verwendung von Spielelementen in nicht spielerischen Kontexten verstanden. Dies sorgt für ein erhöhtes Engagement und steigert die Loyalität der Kunden zu einer Marke enorm.

Gamification wird als ein interaktives Content-Marketing-Tool betrachtet und ist ausserdem eine Theorie darüber, wie Menschen dazu motiviert werden, sich intensiv mit einer Marke zu beschäftigen und so zu loyalen Kunden zu werden.

Kotler und Keller definieren Marketing übrigens als “die Kunst und Wissenschaft der Auswahl von Zielmärkten und der Gewinnung, Bindung und Erhöhung von Kunden durch die Schaffung, Bereitstellung und Kommunikation eines überlegenen Kundennutzens”.

Klassisches Marketing ist dabei eine Form der Kommunikation, die sich direkt an ein Zielpublikum am besten funktionieren. Jedoch besteht ein Unterschied zwischen der Verbreitung von Informationen an ein breiteres Publikum und der Ermöglichung einer direkten, wechselseitigen Kommunikation zwischen Kunde und Brand.

Gamification basiert auf einer zweiseitigen Kommunikation zwischen verschiedenen Parteien, bei der der Empfänger dem Sender ein Feedback gibt. Der Absender kann dabei eine andere Person oder auch ein Programm sein. Diese wechselseitige Interaktion ist ein grundlegender Mechanismus von Gamification. Sie erfordert eine aktive Beteiligung beider Parteien, da sie abwechselnd miteinander agieren.

Die Digitalisierung hat die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden revolutioniert. Mit dem Aufkommen der ersten internetfähigen PCs in den 1990er Jahren entsprangen neben Online-Spielen auch anfängliches digitales Marketing, Customer Relationship Management (CRM) und Content Marketing.

Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram haben die Online-Interaktion zwischen Marken und ihren Communities weiter intensiviert.

Social media users on mobile
Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt Social Media

59.4% der weltweiten Population nutzt laut DataReportal regelmässig soziale Medien.

Die Marketinglandschaft entwickelt sich rasant, und die Entscheidung der Kunden, bei welcher Marke sie am Ende kaufen, wird von weit mehr als nur dem Produkt oder der Dienstleistung beeinflusst.

Die Kunden wollen sich mit einer Marke identifizieren und eine langfristige Bindung aufbauen. Dies erklärt die steigende Nachfrage nach einzigartigen Erlebnissen entlang der gesamten Customer Journey.

Eine kurze Geschichte der Marketing Strategien

Das Marketing hat in seiner Geschichte verschiedene Phasen durchlaufen; von einer breiten Kommunikation bis hin zur gezielten Ansprache bestimmter Kundengruppen.

  1. Vom Massen- zum Direktmarketing
  2. Bühne frei für das datengetriebene Marketing
  3. Wie du datengetriebenes Marketing richtig nutzt

Vom Massen- zum Direktmarketing

Zunächst wurde das Massenmarketing zur Werbung von Produkten überall und für alle eingesetzt – beispielsweise TV-Werbung, Anzeigen in Zeitschriften und Plakatwände. Diese kostenintensiven Massenmedienkanäle waren Glückssache, und die Messung des Return-On-Investment (ROI) einer Kampagne war schwierig.

Das Massenmarketing ist dem Direktmarketing gewichen, einem Ansatz, der sich an bestimmte Kundengruppen richtet, die eher bereit sind, spezifische Produkte zu kaufen. Zu den für das Direktmarketing genutzten Kanälen gehören beispielsweise Hausbesuche, E-Mails, Telefonanrufe, SMS, und Kataloge.

Direktmarketing ist auch heute noch weit verbreitet und konzentriert sich dabei auf das Kundenerlebnis (auch bekannt als Customer Experience oder “CX”) und die Steigerung der Conversion Rate durch verlockende Call-to-Actions (CTAs).

CTAs können knallig farbige Anmelde-Buttons oder Texte sein, die dich als Kunde dazu auffordern, etwas zu tun (z.B. “Besuche deinen nächstgelegenen Store, um ein kostenloses Produkt zu erhalten”).

Bühne frei für das datengetriebene Marketing

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich digitales Marketing als praktikabel und personalisiert herausgestellt, wodurch unzählige Möglichkeiten entstanden sind, Website-Besucher, App-Nutzer und Kunden anzusprechen.

Für die direkte Kundenansprache stehen inzwischen ausgefeilte Kanäle zur Verfügung, wie beispielsweise die sozialen Medien, gezielte Online-Anzeigen, automatisierte E-Mails, segmentierte Messaging-Kampagnen, Affiliate-Marketing usw.

Nun erleben wir die Anfänge des datengetriebenen Marketings. Mit dem veränderten Nutzerverhalten ändern sich auch die Marketingstrategien, die die Erwartungen der Kunden erfüllen. Denn: Die Verbraucher sind heute, auch durch die fortschreitende Digitalisierung, viel versierter im Umgang mit dem Internet und wissen genau, was sie wollen. Wenn dein Produkt oder deine Dienstleistung ihre Erwartungen nicht erfüllt, werden sie ein anderes Unternehmen finden, das dies erfolgreich tut.

Mit den Tracking-Tools, die datengesteuerten und digitalen Marketer zur Verfügung stehen, ist die Optimierung der Conversion Rate (Conversion Rate Optimization, “CRO”) eine ihrer Hauptaufgaben, um die Kundenansprache zu personalisieren und die Online-Verkäufe zu erhöhen.

Die CRO umfasst das Tracking verschiedener Kundenaktivitäten auf dem Conversion Pfad, die Verwendung von A/B-Tests, um erfolgreiche CTAs zu finden, und die Implementierung von Änderungen an Webseiten und Online-Shops, um die Conversions zu erhöhen.

Was dabei eine Conversion ist, hängt stark von der Branche und der Art des Produkts oder der Dienstleistung ab. Sie hängt auch vom Kanal ab, mit dem der Kunde in Kontakt tritt. Ein Unternehmen, das seinen wöchentlichen Newsletter über Partnerprogramme von Drittanbietern monetarisiert, könnte dabei zwei Arten von Conversions haben:

1) Wenn sich ein Nutzer für den Newsletter anmeldet 

2) Wenn sie auf einen Affiliate-Link klicken

A/B-Tests sind dabei eine wirksame Methode, um verschiedene Versionen deiner Website und Kampagnen mit diversen Besuchersegmenten zu testen. Dies, um herauszufinden, welche CTAs die Kunden am attraktivsten finden und wo die kürzesten Conversion Pfade liegen. Der Conversion Pfad kann man sich übrigens als eine Art Karte der Kundenaktivitäten vorstellen, die zu den gewünschten Conversions führen.

Um weitere Wachstumsmöglichkeiten zu finden, wird nach der Implementierung von A/B-Tests der Testprozess erneut begonnen.

Datengesteuertes Marketing ist eine gängige Massnahme für SaaS-Unternehmen und Online-Shops. Aber auch andere Grossunternehmen und KMUs setzen auf datengestütztes Marketing, denn die digitale Welt wird immer mehr zum Mainstream-Marktplatz für fast alle Arten von Unternehmen.

Die Mobiltechnologie wird im Geschäftsleben, beim Einkaufen und in vielen anderen Kontexten eingesetzt und spielt eine immens wichtige Rolle bei der weit verbreiteten Digitalisierung von Wirtschaft und Marketing.

Planning UX/UI for mobile users
Der Grossteil der Weltbevölkerung besitzt ein Smartphone

Laut einer Studie von DataReportal gibt es mehr als 5.4 Milliarden individuelle Mobile-User weltweit.

Wie du datengetriebenes Marketing richtig nutzt

Das Marketing hat sich seit Beginn der Digitalisierung stark verändert. Dennoch bleibt eine grundlegende Wahrheit über Kunden bestehen: Die primären Bedürfnisse und Wünsche der Menschen haben sich nicht drastisch verändert.

Aus der Perspektive der sozialen Identität suchen die Menschen im Allgemeinen nach Möglichkeiten, ihre Individualität zum Ausdruck zu bringen, und streben danach, einer Community anzugehören.

Sie suchen nach Tools, die ihr Leben einfacher und bequemer machen. Doch mit der Zunahme digitaler Marketingstrategien und -kanäle werden die Menschen immer versierter, wenn es darum geht, wo sie surfen und welche Daten sie weitergeben.

Die Verbraucher wissen, wenn ihnen etwas verkauft wird, und haben oft gemischte Gefühle gegenüber bestimmten Formen der Verkaufskommunikation. Menschen werden täglich mit Online- und Offline-Werbung überflutet und wissen, dass sie getrackt werden. Dies beeinflusst ihr Surf- und Kaufverhalten und verzerrt die Conversion Pfad-Daten der Unternehmen.

Wie Marketer die Kundenkommunikation verbessern können:

  • Zielgruppensegmentierung und massgeschneiderte Onboardings
  • Personalisierte Angebote
  • Gamifizierte Inhalte
  • Guerilla-Marketing-Taktiken, wie Product Drops und einzigartige Offline-Erlebnisse
  • Reaktionen auf Klick- und Scroll-Aktionen, z. B. Pop-ups, wenn ein Websitebesucher im Begriff ist, die Seite zu verlassen
  • Inhaltliche Erweiterungen
  • Nutzung von KI zum Erlernen und Vorhersagen des Kundenverhaltens
  • Chatbots
  • Animationen und Videos
  • Influencer in den sozialen Medien

Immer mehr Verbraucher entscheiden sich gegen irrelevante und unerwünschte Werbung. Dies müssen Marketer unbedingt berücksichtigen, wenn sie versuchen, ihre Zielgruppe zu erreichen.

Die Frage ist: Wie können Unternehmen ihren Kunden einen Mehrwert bieten, um sie zu halten?

Je länger potenzielle Kunden auf einer Webseite oder App verweilen oder je öfter sie klicken und auf weitere Inhalte zugreifen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einen Kauf tätigen und ihr Feedback hinterlassen. Dies erklärt, warum Engagement der Nutzer zu erhöhen und Kundenzufriedenheit zentrale Anliegen des datengesteuerten Marketings sind.

In diesem Zusammenhang ist Gamification eine gute Möglichkeit, deine potenziellen Kunden kennenzulernen, ohne dass diese das Gefühl haben, zu einem Kauf gedrängt zu werden.

Das Hinzufügen von Spielelementen in nicht spielerische Kontexte schafft ein unterhaltsames Erlebnis für die Kunden und ist eine diskrete Möglichkeit, einen Mehrwert zu bieten, das Nutzerverhalten zu belohnen und das Engagement deiner Zielgruppe zu erhöhen.

Warum ist Gamification Marketing so effektiv?

Die Einbeziehung von Spielelementen wie beispielsweise Levels, Wettbewerben oder Belohnungen in Kampagnen steigert die Markenbekanntheit, die Kundenbindung sowie die Loyalität der Kunden. Darüber hinaus kann Gamification die Qualität der (Kunden-)Daten verbessern und zur Erreichung von diversen KPIs beitragen.

Gamifizierte Kampagnen sind in vielen Wirtschaftszweigen zu finden, darunter im Einzelhandel, in der Versicherungsbranche, im Bank- und im Bildungswesen. Während Online-Gamification-Marketing ein Trend ist, der langsam an Zugkraft gewinnt, wird das Hinzufügen von spielerischen Elementen in traditioneller Werbung schon seit Jahrzehnten genutzt.

Ein erstes Paradebeispiel für eine Offline-Gamification-Marketingstrategie geht auf das Jahr 1987 zurück, als McDonald’s eine Werbekampagne startete, die die Form des klassischen Monopoly-Spiels nachahmte. Monopoly game.

Zu jeder Mahlzeit erhielten die Gäste diverse Monopoly -“Karten”. Diese Karten stellten entweder einen Sofortpreis dar (z. B. einen kostenlosen Burger) oder erforderten das Sammeln mehrerer Karten derselben Farbe, um einen der Hauptpreise zu gewinnen. Einige Preise waren dabei Hunderttausende von Dollar wert, wie beispielsweise Bargeld, Autos und ganze Urlaube für mehrere Personen.

Im Jahr 2005 baute McDonald’s auf diesem Erfolg auf und verlagerte das Spielkonzept in die Online-Welt.

Mit der Einführung eines virtuellen Monopoly-Bretts konnten die Kunden einen Code eingeben und gleichzeitig neben dem realen Spiel auch online teilnehmen.

McDonald's Monopoly app campaign
McDonald’s Monopoly App-Kampagne. Quelle: Monopoly Land

McDonald’s konnte das Engagement ihrer Kunden ganz genau messen und verzeichnete in den USA einen extrem starken Umsatzanstieg. Im Falle der australischen Version der virtuellen McDonald’s Monopoly -Kampagne führte das Spiel zu mehr als 2,5 Millionen App-Downloads und einem zweifachen Wachstum der CRM-Datenbank, so die Mobile Marketing Association.

In ähnlicher Weise verzeichnete eine McDonald’s-Filiale in der Schweiz einen Umsatzanstieg von 60 % mithilfe eines Online-Rubbelloses, das mit Brames Software kreiert wurde.

Die positiven Auswirkungen von Gamification werden auf die Tatsache zurückgeführt, dass alle Menschen vier psychologische (Grund-)Bedürfnisse haben, die erfüllt werden müssen. Laut Betty Adamou, Gamification-Forscherin und Autorin von Games and Gamification in Market Research (2018), sind die vier psychologischen Bedürfnisse Verbundenheit (Relatedness), Autonomie (Autonomy), Meisterung (Mastery) und Zweck (Purpose) (RAMP). 

Amadou argumentiert, dass Spiele spezifische Ziele, Feedbacks in Form von Belohnungen, Regeln und gewisse Autonomiemöglichkeiten beinhalten sollten, um diese vier psychologischen Bedürfnisse zu erfüllen. Das ist auch der Grund, warum Menschen immer wieder zu Spielen zurückkehren und sich mit ihnen langfristig beschäftigen.

Im Folgenden werden wir diese vier Elemente näher erläutern.

4 Elemente, die ein Spiel ausmachen

  1. Ziele
  2. Feedback und Belohnungen
  3. Regeln
  4. Autonomie

1. Ziele

Ziele sind die intrinsischen Auslöser, die zur Teilnahme an einem Spiel oder Wettbewerb anregen. Menschen haben von Natur aus einen Wettbewerbsgeist, auch wenn manche glauben, dass sie ihn nicht haben.

Laut Positiven Psychologie zufolge ist das Setzen von Zielen eine Möglichkeit, das Gehirn auf mehr Leistung auszurichten. Menschen, die sich Ziele setzen, streben nach einem gewünschten Selbstbild, was zu einem glücklicheren und zufriedeneren Leben führen kann.

Das Setzen von Zielen ist auch mit Motivation, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Autonomie (Nummer vier in dieser Liste) verbunden.

Die Bereitschaft, für etwas zu arbeiten, wird durch den Dopaminspiegel im Gehirn gesteuert. Forscher der Universität Connecticut fanden übrigens heraus, dass die Dopaminausschüttung mehr mit Motivation als mit Vergnügen zu tun hat.

Dopamin hilft dem Gehirn dabei, das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu berechnen und zu entscheiden, ob eine Belohnung die Anstrengung zum Erreichen eines Ziels wert ist.

Das Verständnis der Funktionsweise des Gehirns und der Motivation der Menschen, Ziele zu erreichen, hilft bei der Entwicklung von Marketingspielen mit hohen Abschlussquoten. Ein Spielabschluss kann jede wertvolle Kundenaktivität sein, wie z. B. die Eingabe von Benutzerdaten, die Registrierung eines Kontos, ein Kauf oder die Abgabe von Feedback zu einem Produkt oder einer Dienstleistung.

Der Abschluss eines Spiels kann dabei als Conversion gezählt werden, die gemessen und nachverfolgt werden kann. Dabei kann man nachvollziehen, wie Kunden auf gamifiziertes Marketing reagieren.

2. Feedback und Belohnungen

Während Ziele meist intrinsische Motivatoren sind, sind Feedbacks und Belohnungen extrinsische Motivatoren.

Manche Menschen sind eher intrinsisch motiviert, und das Erreichen eines Ziels, das sie sich vorgenommen haben, ist für sie Belohnung genug. Andere hingegen brauchen externe Motivatoren, wie beispielsweise Lob, tatsächliche Preise und/oder gewisse Vorteile.

Soziale Netzwerke haben die Nutzer deshalb erfolgreich gebunden, weil soziale Anerkennung und Status starke Antriebskräfte sind.

Neben der Vergabe eines Preises an einen Kunden für den Abschluss eines Spiels ist eines der wesentlichen Elemente der Spielmechanik die Vergabe von schrittweisen Belohnungen beim Erreichen von Meilensteinen. Dies könnte in Form von Fortschrittsbalken, Monopoly Leistungsstufen, Abzeichen und Belohnungen geschehen.

Eine ebenso wirksame Gamification-Technik ist das Hinzufügen von negativem Feedback; beispielsweise durch ein aufploppendes rotes Kreuz mit einem Signalton und der Aufforderung “Versuche es noch einmal”, wenn ein Meilenstein nicht erreicht wurde.

Ständiges Feedback und Belohnungen sind der Schlüssel zur Motivation und zum Engagement der Nutzer. 

Es ist die bereits erwähnte zweiseitige Kommunikation. Das Spiel sollte auf jede Aktion des Kunden reagieren und zu weiteren Aktionen auffordern, um das Spiel fortzusetzen.

3. Regeln

Jedes Spiel braucht Regeln. Diese zeigen die Grenzen eines Spiels auf und geben eine klare Struktur. Sie helfen auch, die User durch das Spiel zu führen. Darüber hinaus werden Regeln für die Erhöhung des Schwierigkeitsgrades sowie der Komplexität verwendet.

Die Regeln können auch ein Zeitlimit, “Leben” oder Chancen zum Erreichen von Meilensteinen oder Zielen eines Spiels vorsehen.

Auf diese Weise tragen sie wesentlich dazu bei, ein Gefühl des Wettbewerbs zu schaffen und erhöhen die Motivation, sich die ausstehende Belohnung zu verdienen. Natürlich sorgt das Hinzufügen von Regeln zu einem Spiel auch für Fairness und gibt allen Teilnehmern eine Chancengleichheit.

4. Autonomie

Autonomie bedeutet, dass der Teilnehmer die Möglichkeit hat, zwischen verschiedenen Spielausgängen zu wählen. Der Grad der Autonomie variiert dabei von Spiel zu Spiel. Autonomie im Gamification Marketing bedeutet aber auch, dass sie freiwillig mit deiner Kampagne interagieren.

Denn: Sie sollten sich nicht zur Teilnahme gezwungen fühlen. Kunden nehmen an Gamification-Kampagnen teil, weil sie es wollen. Sie tun dies zur Unterhaltung oder für eine entsprechende Belohnung (wie in Nummer eins in dieser Liste beschrieben).

Dabei können auch Fortschrittsbalken eingesetzt werden, die es den Spielern ermöglichen, sich ständig zu verbessern und verschiedene Stufen in einem Spiel zu erklimmen. Ein Spiel kann dabei unterschiedliche Belohnungen anbieten, je nachdem, welchen Weg der Nutzer einschlägt.

Eine weitere Möglichkeit, ein Spiel dynamischer und individueller zu gestalten, ist das Hinzufügen sozialer Elemente. Da sich die User mit Freunden oder anderen Personen aus derselben Zielgruppe messen können, machen soziale Einbindungen ein Spiel noch interessanter.

Für Erfolg oder Misserfolg spielen nicht zuletzt auch das Design und die Einfachheit des Spiels eine wichtige Rolle. Ein Spiel muss nicht nur benutzerfreundlich und leicht zu meistern sein, sondern sollte auch durch zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten attraktiver werden.

Indem man den Kunden beispielsweise die Kontrolle über das Farbschema gibt, Avatare auswählen oder erstellen lässt und nutzergenerierte Inhalte zur Verfügung stellt, steigt die Autonomie exponentiell.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass durch die Anwendung dieser vier Elemente auf eine beliebige Aufgabe, die per se nichts mit einem Spiel zu tun hat, diese im Wesentlichen gamifiziert wird.

Die Vorteile von Gamification im Marketing

Spiele können als Simulationen eingesetzt werden, um die Hemmschwelle der Kunden vor dem Kauf eines neuen Produkts oder einer Dienstleistung abzubauen. Der Lebensmitteleinzelhändler SPAR beispielsweise wollte mehr Anmeldungen für sein neu eingeführtes Kundenbindungsprogramm SPAR Friends erreichen.

SPAR entwickelte ein Memory-Spiel um die Bekanntheit des neuen Loyalitätsprogramms zu erhöhen, die App-Downloads zu steigern sowie die Kunden spielerisch dazu zu bringen, sich als neues SPAR Friends-Mitglied zu registrieren. Das Spiel zeigte den Kunden die Vorteile einer Registrierung auf und belohnte sie mit diversen Preisen, die direkt in der App eingelöst werden konnten.

SPAR nutzte Gamification Marketing gekonnt, um die Hürden für eine Anmeldung in ihrem Treueprogramm abzubauen. Sie schafften dies, indem der gesamte Prozess in ein fesselndes und lohnendes Spiel verwandelt wurde.

Gamification Marketing kann:

  • Kunden informieren
  • Hemmschwellen für einen Kauf oder eine Anmeldung beseitigen
  • Umsatz steigern
  • Kunden einbinden und belohnen
  • Positive Kundenerlebnisse schaffen
  • Die Marke aufbauen
  • Das Kaufverhalten der Kunden messen
  • Neue Produkte und Dienstleistungen testen, bevor sie auf den Markt kommen
  • Herausfinden, warum Kunden bestimmte Produkte und Dienstleistungen kaufen

Da die Vorteile von Marketing-Gamification offensichtlich sind, sollten wir uns überlegen, wie wir diese Techniken nutzen können, um uns auf die kommenden Veränderungen im datengesteuerten digitalen Marketing und im Kundenverhalten vorzubereiten.

Wie man Gamification im Marketing einsetzt

Das Erstellen von (Marketing-)Spielen und unterhaltsamen Erlebnissen zur Gamifizierung von Marketingaktivitäten wird die Conversion Rate steigern und potenzielle sowie bestehende Kunden mit Belohnungen und Vorteilen versehen können.

Bevor du deine Gamification-Kampagne startest, solltest du Folgendes bedenken:

  1. Personalisiere dein Kundenerlebnis
  2. Denke an die Gen Z
  3. Achte auf kontinuierliche Interaktionen
  4. Neues hinzufügen

Lass uns in diese vier Tipps für erfolgreiche Gamification-Kampagnen eintauchen.

1. Personalisiere dein Kundenerlebnis

Kunden von heute entscheiden sich zunehmend für Unternehmen, die ein personalisiertes und digitales Erlebnis bieten. Die grosse Mehrheit ist eher bereit, ihre persönlichen Daten mit Unternehmen zu teilen, wenn sie dafür bessere und relevantere Produkte und Dienstleistungen erhalten.

Laut einer Studie von Microsoft zeigt, dass 57 % der Online-Nutzer bereit sind, ihre persönlichen Daten weiterzugeben, um im Gegenzug personalisierte Belohnungen oder Rabatte auf häufig gekaufte Artikel oder Dienstleistungen zu erhalten.

Unternehmen können daher mit durchdachter Gamification eine gezieltere und persönlichere Kundenerfahrung bieten.

So kann beispielsweise die Produktsuche durch einen Persönlichkeitstest oder ein interaktives Quiz spielerisch gestaltet werden. Solche Massnahmen machen die Produktsuche für die Kunden müheloser und angenehmer. Gleichzeitig liefern sie den Unternehmen nützliche Informationen über ihr Surf- und Kaufverhalten.

Darüber hinaus machen intelligente und persönliche Empfehlungen die Suche nach verwandten Produkten überflüssig, da alles, was der Kunde sieht, bereits auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist.

2. Denke an die Gen Z

Die GenZ (auch bekannt als “Zoomer”) ist eine grosse und stetig wachsende Gruppe von Konsumenten. Sie ist die erste Generation, die mit Smartphones und Tablets aufgewachsen ist und eine “Mobile-First”-Mentalität pflegt.

Zoomer haben in der Regel eine eher kurze Aufmerksamkeitsspanne, was es schwieriger macht, sie als Kunden zu gewinnen und nachhaltig zu binden. Im Vergleich zu den Millennials haben sie höhere Erwartungen an digitalen Tools und Dienstleistungen und sind eher bereit, einen Kauf aufgrund einer schlechten Online-Erfahrung abzubrechen.

Die gute Nachricht ist, dass Spiele im Allgemeinen eine grosse Anziehungskraft auf die Generation Z ausüben. Gamifizierte Inhalte sind visuell ansprechend, leicht verdaulich und sorgen dafür, dass die Zoomer immer wieder zum Unternehmen zurückkehren.

Gamifizierte Bildungstechniken sind bei dieser Generation weit verbreitet, wie man an den sehr beliebten Bildungs-Apps wie Duolingo und Science 360 sieht. Online-Lernplattformen bieten zielorientierte Lektionen und Kurse mit reichhaltigen Inhalten, lohnenden Meilensteinen und sozialen Elementen.

Darüber hinaus können Online-Kurse im Tempo der Lernenden absolviert werden, so dass diese so viel Autonomie wie möglich erhalten und gleichzeitig in die gewünschte Richtung gelenkt werden.

3. Achte auf kontinuierliche Interaktionen

Beim digitalen Marketing geht es heute um mehr als nur um die Gewinnung von Kunden und die Erhöhung des Umsatzes.

Mit der rasanten Entwicklung der digitalen Welt müssen Unternehmen zunehmend langfristige Kundenbeziehungen pflegen und auf reale Probleme und Ereignisse reagieren. Die Kunden erwarten eine ständige Interaktion, auf die sich Marketer nun stärker fokussieren müssen.

Die kontinuierliche Veröffentlichung von ansprechendem Content, den die Kunden langfristig bindet, ist eine der schwierigsten Aufgaben von Marketingteams. Gamification kann dabei genutzt werden, um eine hohe Aufmerksamkeit zu erzielen und gezielt auf aktuelle Ereignisse zu reagieren.

Die bekannte NikeFuel-Kampagne, beispielsweise, ist ein hervorragendes Beispiel für eine solche Strategie. Das Unternehmen sorgte für eine kontinuierliche Kundeninteraktion, indem es ein Spiel mit einem Fitness-Tracker auf den Markt brachte. Die Nutzer konnten sich dabei mit der Marke Nike auseinandersetzen und sie waren zudem bereit, die Interaktion mit minimalem Aufwand auf Seiten von Nike fortzusetzen.

4. Neues hinzufügen

Das digitale Marketing verändert sich rasant. Marketer bemühen sich, ihrem Unternehmen mit Hilfe von Social-Media-Marketing eine gelungene Präsenz zu verschaffen, was jedoch keine einfache Aufgabe ist. Da viele Unternehmen in den sozialen Medien dem gleichen Rhythmus folgen, brauchen Marketer zusätzliche Instrumente, um sich abzuheben und potenzielle Kunden zu gewinnen.

Gamification könnte dabei das richtige Tool für diese Aufgabe sein, da sie Beiträge auf den sozialen Medien mit Interaktivität aufwertet, die über ein “Gefällt mir” oder einen Kommentar auf der Social-Media-Plattform selbst hinausgehen.

Die Einbindung von gamifizierten Content in die Marketingstrategie eines Unternehmens bietet potenziellen Kunden dynamischere Möglichkeiten, Produkte und Dienstleistungen auf den Plattformen, die die Kunden sowieso schon täglich nutzen, zu entdecken.

Gamification Marketing hat in den letzten fünf Jahren massiv an Popularität gewonnen. Es wird bereits von grossen Unternehmen wie Samsung, Deloitte, Microsoft und vielen weiteren eingesetzt, die der Zeit immer einen Schritt voraus sind.

Brame gamification dashboard
Brames Dashboard

Mit diesen vier Ideen im Hinterkopf ist Gamification der natürlichste nächste Schritt im Marketing eines jeden Unternehmens.

Der nächste Schritt

Gamification im Marketing stellt eine markante Entwicklung innerhalb der Marketingbranche dar. Es hat sich als innovativer Weg etabliert, bestehende Kunden stärker zu binden und sie zu loyalen Kunden zu machen.

Im Zentrum dieser Strategie steht die Idee, spielähnliche interaktive Elemente in traditionelle Marketingkampagnen zu integrieren. Diese Elemente können von Quizzen und Rätseln bis hin zu Erfolgsabzeichen und Bestenlisten reichen.

Das Ziel besteht nicht nur darin, das Nutzererlebnis unterhaltsamer zu gestalten, sondern auch ein Gefühl des Erfolgs zu vermitteln, das Kunden dazu ermutigt, wiederzukommen.

Eine gut umgesetzte Gamification-Strategie geht über blosse Spielereien hinaus und wird zu einem integralen Bestandteil der grundlegenden Prozesse einer Marke für die Kundenbindung. Zum Beispiel könnte ein Unternehmen statt nur Rabatte anzubieten, Erfolgsabzeichen für verschiedene Interaktionsstufen mit ihrem Produkt oder Dienstleistung vergeben.

Je mehr Abzeichen ein Kunde erwirbt, desto höher ist seine Loyalitätsstufe, wodurch er Anspruch auf exklusive Angebote oder Erlebnisse hat. Dies fügt eine Ebene von Spass und Wettbewerb hinzu und motiviert Kunden, sich intensiver mit der Marke auseinanderzusetzen.

Die grundlegenden Elemente der Gamification, wie Punktesysteme, Erfolgsabzeichen oder Quests, spiegeln oft diejenigen wider, die man in Videospielen findet.

Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass diese Elemente eng in eine Marketingkampagne eingebunden sind, die darauf abzielt, reale Handlungen zu fördern, wie zum Beispiel einen Kauf zu tätigen oder Inhalte in sozialen Medien zu teilen. Dies bereichert das Nutzererlebnis, indem es interaktiv und ansprechend gestaltet wird, anstatt eine Einwegkommunikation von der Marke zu sein.

Die Gesamtauswirkung von Gamification auf Marketing-Ergebnisse ist beträchtlich. Es hält nicht nur aktuelle Kunden bei der Stange, sondern macht sie auch zu Markenbotschaftern, die eher geneigt sind, neue Kunden zu empfehlen.

Das Gefühl des Erfolgs, das durch das Abschließen von Aufgaben oder das Erwerben von Abzeichen erlangt wird, schafft eine emotionale Verbindung zur Marke, die wiederum Loyalität fördert. Diese Art von gezieltem, interaktivem Marketing fügt nicht nur eine Ebene der Begeisterung für Kunden hinzu, sondern liefert Marketern auch wertvolle Daten über das Kundenverhalten. Dies ermöglicht zukünftige Kampagnen, die noch personalisierter und effektiver sind.

Mit der weltweiten Zunahme von Online- und Mobile-Usern wächst auch das Bewusstsein und die Sorge um das Teilen von Daten. Nutzerdaten sind unerlässlich, um personalisierte und gezielte Erfahrungen zu bieten, die Kunden erwarten. Allerdings zögern die Nutzer zunehmend, ihre persönlichen Daten weiterzugeben.

Heutige Businessleader sollten in Erwägung ziehen, Gamification zu nutzen, um gängige Marketingprobleme zu lösen, wie das Finden und Konvertieren der richtigen Kunden, das Vergrößern der Kundenbasis und den Aufbau von Kundenloyalität.

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